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Stottern ist eine Störung des Sprechablaufes mit nicht mehr unbekannter Ursache.

Aktuelle Forschungen bestätigen, dass beim Stottern ein Problem in der zentralen Steuerung des Sprechens im Gehirn besteht. Somit ist Stottern primär eine Störung in der Sprechbewegung. (siehe Artikel als pdf „Fehlstart im Gehirn“ von Martin Sommer im Download- Bereich)

Beim Stottern kommt es im laufenden Sprechen zu unwillkürlich auftretenden „Fehlsteuerungen“ wie unfreiwilligen Blockierungen, Dehnungen von Lauten und Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern. Dabei weiß der Betroffene genau, was er sagen möchte, er kann es in diesem Moment aber nicht störungsfrei herausbringen.

Diese Fehlsteuerungen stören den Sprechfluss, sind deutlich ausgeprägt und nicht ohne Weiteres kontrollierbar.

In der Sprachentwicklung kann es zeitweise zu entwicklungsbedingten Sprechunflüssigkeiten kommen. Die Diagnose Stottern wird dann gestellt, wenn diese Sprechunflüssigkeiten in einer bestimmten Häufigkeit und Stärke auftreten. Das Kind erleidet Kontrollverluste in der Sprechbewegungssteuerung, die bei nicht stotternden Kindern nicht vorhanden sind.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene reagieren bewusst und oft auch unbewusst auf diesen Kontrollverlust in ihrem Sprechfluss. Sie können in einer Weise reagieren und Strategien entwickeln, die wirklich hilfreich im Sinne des Sprechflusses sind. Leider entwickeln sich häufig aber auch ungünstige Reaktionen, welche die Stottersymptomatik aufrechterhalten und erheblich erschweren können.

Beispiele für ungünstige Reaktionen auf Stottern: Anstrengungsverhalten beim Sprechen, mimische und körperliche Mitbewegungen, Atemschieben vor dem Wort, Vorschalten von Füllwörtern (und, also, halt…) und Lauten (äh, ähm, fff ) vor gefürchteten Worten, Pausen vor kritischen Worten, Wortvermeidung und situative Vermeidung.
Dies ist nur eine kleine Auswahl an Stotterreaktionen. Sie sind so vielfältig und individuell wie die Menschen, die sie nutzen.

Stottern kann starke negative Emotionen wie Scham, Angst, Selbstzweifel und Wut auslösen. Diese negativen Gefühle verstärken häufig die Symptomatik.

So kann ein wahrer Teufelskreis (negativer Kreislauf) entstehen.

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